Warten.

Ich hasse es, zu warten.

Ich hasse es, warten zu müssen.

Ich hasse es, mich beim Warten beschäftigen zu müssen.

Ich hasse es, dass alle Leute beim Warten an der Bushaltestelle beispielsweise immer auf ihre Handys … Smartphones starren, als würde darin der Sinn des Lebens liegen.

ICH. HASSE. WARTEN.

 

Gut. Hätten wir das schonmal geklärt. Jetzt bleibt also die verdammte Frage: Worauf wartet die Olle eigentlich, dass sie sich hier so aufgeregt und diesen absolut überflüssigen (aber für sie eigentherapeutischen) Beitrag verfasst?

Schön, dass du fragst! Ich warte auf viel zu viele Dinge und irgendwann geht mir echt der Tee aus, den man sprichwörtlich beim Warten ja trinken sollte!

  • Ich warte seit April auf mein Gehalt. APRIL! Das ist nicht fair. Ich darf jetzt mein Gespartes ankratzen, damit ich über die Runden komme. Es ist scheiße auf Geld zu warten und es nervt mich!
  • Ich warte seit Sonntag auf die Freigabe meines Webspace. Ja, klingt leicht komisch. Geschichte ist folgende: Ich habe meinen Hostinganbieter gewechselt, weil der alte Anbieter mir mit ständigen Serverausfällen den Spaß verdorben hat. Jetzt sind die Jungs aber so gut, dass sie auf meinen Webspace aufpassen und ihn dicht machen, sobald ein Verdacht auf Hackversuche oder Virenangriffe besteht. War bei mir alles nicht der Fall, aber bis ich das wusste sind 48 Stunden vergangen und noch einmal weitere etliche Stunden sind auch schon vergangen OHNE dass ich endlich wieder Zugang zu meinem Webspace habe. Und das geht nicht! Nein. Es nervt mich! Was sagen sie mir bei der Hotline? Ja natürlich!!! Dass ich WARTEN soll. Als ob ich nichts anderes in meinem Leben tun würde!
  • Und dann natürlich das altbekannte und immer leidige, langsam nervige Thema: Das Warten auf den Topf oder den Deckel. Vielleicht auch auf die Wok-Abdeckung. Keine Ahnung! Jedenfalls auf irgendetwas … irgendWEN, der zu mir passt und es mit mir aushalten würde. Jaja … man soll nicht warten, sondern suchen, aber auch wenn ich das tue ändert sich rein gar nichts an dieser Lage. Meine besten Freunde sind mittlerweile alle verheiratet, verlobt oder kurz davor einen Antrag zu bekommen, weil sie schon eine halbe Ewigkeit in Beziehungen sind. Und ich? Ja ich warte!

Mit anderen Worten: Ich musste mich gerade einfach mal ein bisschen aufregen. Dampf ablassen, den Frust von der Seele schreiben … man darf es nennen wie man will. Besser geht es mir jetzt auch nicht wirklich. Ich komme mir eher etwas erbärmlich vor, dass ich schon wieder rumjammer. Ich könnte ja auch mal etwas positives schreiben.

Egal. Pech.

 

Ich gehe mir jetzt einen Tee kochen und tue dann das, was ich aktuell doch so suuuuuper kann: warten.